Kia Ora und herzlich willkommen auf meinem Reiseblog. Schön, dass Du die Zeit gefunden hast Dich ein wenig über meine Erlebnisse und Erfahrungen, die ich auf meiner Reise durch Neuseeland mache, zu informieren. In den folgenden Beiträgen werde ich Dir alles Wissens- und Erwähnenswerte, was ich erlebt habe, erzählen. Nutze gerne die „Subscribe-Funktion“, um stets per E-Mail auf dem Laufenden gehalten zu werden und auch den Kommentarbereich, um Dich mit mir und anderen Lesern auszutauschen 🙂
Eine kleine Anmerkung noch:
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Nun aber genug der vielen Worte und viel Vergnügen mit meinen Beiträgen.
Letzter Stand – Ich habe die letzten 6 Wochen bei UNICEF gearbeitet und hatte dort eine wirklich schöne Zeit, die jedoch neben all ihren Höhen, auch viele Tiefen hatte. Ich dachte es sei nun an der Zeit mit vollen Taschen weiterzuziehen und mehr von diesem aufregenden und traumhaften Land zu entdecken 😀
Mein Weg führte mich zunächst von Auckland per Anhalter den ganzen Weg bis ins entfernte Coromandel Peninsula. Dort wollte ich der, unter Backpackern, sehr gängigen Arbeit auf einer Kiwi-Farm nachgehen.
Die Unterkunft war schäbig… Es gab drei Toiletten und drei Duschen, zu viert schliefen wir in einem Zimmer, das keine Heizung besaß und nicht genügend Platz für unsere Sachen bot. Die Arbeit war auch keine Verbesserung und bestand ausschließlich aus dem Beschneiden von Kiwifruchtpflanzen, die in unzähligen Reihen Tunnel bildeten, in denen ich nur gebückt und unter extremer Krümmung hindurchkam… Somit ging es dann bereits am Sonntag weiter Richtung Norden.
Zusammen mit George, einem Engländer, fuhr ich an der Küste entlang das Peninsula ab. Unser erster Halt war der Hot Water Beach, der bereits am frühen Morgen gefüllt mit hunderten von Touristen war. Somit machten wir uns gleich auf zur Cathedral Cove, der wohl berühmtesten Attraktion im Peninsula. 4 Stunden lang sprangen und spielten wir in den Wellen und ich fühlte mich wieder wie 10 🙂 Die Nacht verbrachten wir in Whitianga – einem kleinen, aber feinen Städtchen an der Ostküste.
Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Coromandel, also an die Nordspitze des Peninsulas, doch nicht bevor ich mit dem Hostelmannager abgesprochen hatte, dass ich für eine Woche im Hostel für Unterkunft arbeiten würde. In Coromandel angekommen wurden wir zunächst ziemlich enttäuscht… Das kleine Dorf hatte wirklich keinerlei Attraktion, war ausschließlich stickig und bot einen wirklich armseligen Anblick. Schnell ging es weiter entlang an der Westküste nach Thames, einer etwas größeren Stadt, in der ich mich dann von George verabschiedete und von wo aus ich dann zurück ins Hostel nach Whitianga hitchte.
Die Woche verging ohne großartige Ereignisse und so ging es für mich bereits am nächsten Sonntag zurück nach Hahei, wo ich einen Job in einer Brauerei als Food Runner angenommen hatte.
Die Managerin und ich regelten alle Formalitäten und nachdem ich das wirklich überaus freundliche Team um mich herum kennengelernt hatte begann ich auch direkt mit der Arbeit. Ich machte einen wirklich guten Job und nach bereits zwei Tagen starteten die Bartender (die Leute hinter der Bar) mich an den Job des Bartenders heranzuführen. Und so wohl ich mich auf der Arbeit fühlte, so bekam ich am vierten Tag den ganz starken Eindruck von Gott, dass ich den Arbeitsplatz sofort verlassen sollte.
Ich konnte es zunächst nicht fassen, wie stark dieser Eindruck war und wollte ihn auch gar nicht annehmen, doch ich spürte, dass es das Richtige ist und so sprach ich mit der Managerin. Sie nahm das Ganze überhaupt nicht gut auf und starte damit mich zu beschimpfen… Nachdem sie sich beruhigt hatte arbeitete ich meinen letzten Tag und konnte schon am nächsten Tag die Wohnung verlassen und meinen Weg nach Rotorua aufnehmen.
Das Team war wirklich sehr traurig mich gehen zu sehen und ich ebenfalls. Aber mein Bauchgefühl bestätigte mich, dass diese die richtige Entscheidung war.
Und auch wenn meine Zeit in Hahei nur sehr kurz war, so habe ich doch einige schöne Plätze entdeckt und hatte eine wirklich gute Zeit dort 😀
11.11.2019 – Am Montagmorgen ging es sehr früh los, da wir eine etwa einstündige Fahrt nach Dargaville vor uns hatten. Dort sollten wir vor einem Countdown (großer Supermarkt) arbeiten. Wir wechselten uns ab, so dass immer zwei Leute zur gleichen Zeit versuchten Leute zu stoppen, während einer Pause hatte.
Zu Beginn kamen nur wenige aus dem Countdown und wir hatten nicht viele Konversationen, doch mit steigender Sonne bekamen wir auch mehr Unterschriften. Als die Sonne schon dabei war unterzugehen waren wir bei 18 Sign-Ups angekommen und ich hatte meinen persönlichen Rekord von vier Sign-Ups gebrochen 😀
Total erschöpft, aber in Partylaune fuhren wir zurück ins Haus, wo ich mich freiwillig an einen riesigen Salat machte, während Alex und Richard sich vor die Konsole setzten. Nach einer Stunde schnibbeln, waschen und durchrühren war der Salat fertig – und die Arbeit hatte sich gelohnt 🙂 Ich bekam viele Komplimente für den Salat und das Beste war, dass wir noch genügend für den nächsten Tag hatten 😛
12.-14.11.2019 – Die nächsten drei Tage verliefen leider überhaupt nicht erfolgreich… Weder für mich, noch für mein Team – das nur noch aus Richard und mir bestand, da Alex für einige Tage abgereist war. Ich schaffte nur einen lächerlichenSign-Up in den drei Tagen 😦 und so fiel die Stimmung während der Arbeit in den Keller.
15.11.2019 – Der Freitag sollte dann mein letzter Arbeitstag gewesen sein. Richard und ich starteten in der Fußgängerzone in Whangarei, doch als ich nach drei Stunden und unzähligen Konversationen noch immer keine Unterschrift bekommen hatte, wurde ich richtig traurig. Richard merkte das und gemeinsam machten wir eine Pause. Er versuchte mich dann mit allen Mitteln wieder zu motivieren – doch ich steckte einfach zu tief in meinem Down.
Er fragte mich, ob ich Ahmad, unseren Coach, anrufen wolle und ihm das Problem schildern will und ich willigte ein. So telefonierte ich also mit Ahamad und ich war überrascht. Anstatt irgendwelcher blöden oder genervten Kommentare, fragte er mich ganz offen und ehrlich, ob ich den Job weitermachen will.
Ich verneinte dies und erklärte ihm, dass ich einfach nicht der Salesman bin, was er akzeptierte. Er versicherte mir nochmals, dass UNICEF mich gerne behalten würde, weil ich einfach ein cooler Typ sei 😀 und meine Ergebnisse auch sehr zufriedenstellend waren. Wir verabschiedeten uns und Richard meinte zu mir, dass wir uns den Rest des Tages frei nehmen und die Zeit zusammen genießen.
So gönnten wir uns einen leckeren Smoothie und fuhren nach Hause, wo wir uns während des Kochens über seinen dreieinhalb monatigen Urlaub in Südostasien unterhielten 🙂 Danach verständigten wir uns darauf, dass wir am Samstag bereits früh zurückfahren würden und dann legten wir uns schlafen.
16.11.2019 – Samstagmorgen ging es dann südwärts zurück nach Auckland. Richard und ich genossen die gemeinsame Zeit im Auto, auch weil Richard versuchte die deutsche Autobahn zu simulieren und mit 150 km/h über den einspurigen Highway bretterte 😀
In Auckland angekommen umarmten wir uns und ich machte mich auf zur Newton Lodge, wo ich unverhofft auf Tim und Max stieß. Zusammen genossen wir den Tag und sprachen lange über unsere Pläne und über die Idee eines gemeinsamen Campervans. Am Abend machten wir dann bestimmt 30 Kartoffelpuffer und kochten selbstgemachten Apfelmus 😛 Tim meinte sogar, es sei der beste Apfelmus, den er jemals gegessen hatte 🙂
Ich hatte während meiner Zeit bei UNICEF eine Nummer für eine Kiwifruitfarm in Coromandel bekommen und rief dort an, um mich nach einem Job zu erkundigen – und tatsächlich sollte ich bereits am Montag anreisen 🙂
17.11.2019 -Am Sonntag reiste Max dann mit dem Straybus nach Süden ab, während Tim und ich noch für einen Tag länger in Auckland blieben. Ich plante meine Route nach Coromandel, da ich trampen wollte und Essen für die erste Woche brauchte.
Am Abend aßen Tim und ich dann gemeinsam wieder bei Proper Pizza und quatschten über alle möglichen Themen, die uns gerade durch den Kopf schossen 😀 Dann verabschiedeten wir uns voneinander und legten uns schlafen.
Das Wochenende hatten wir frei und da ich als Deutscher und Ortskundiger die nötigen Eigenschaften mitbrachte, erstellte ich einen Plan, was wir alles sehen und unternehmen würden.
09.11.2019 – So starteten wir den Samstag mit einer Putzaktion und brachten unsere AirBnB Wohnung wieder auf Vordermann. Dann wurde ausgiebig gefrühstückt 🙂 Am Vorabend hatte Alex mich zu einem Fifa-Duell herausgefordert und ich hatte die Wette angenommen… Wir würden drei Spiele FIFA20 spielen und der Sieger aus diesen Spielen müsste nichts für das Spiel zahlen (der Verlierer würde also 85$ für nur 50% Anteil an einem FIFA20 Spiel bezahlen).
Nunja, wir fuhren also ins Warehouse und kauften ein nagelneues Spiel. Voller Vorfreude und voller Angst legten wir das Spiel ein und ließen es installieren, während wir uns zu den Rainbow Falls aufmachten. Dort angekommen, wurden zunächst unzählige Bilder geknipst und dann kletterten wir auf glitschigen Steinen hinter den Wasserfall 😛 Es war ein unbeschreibliches Gefühl wieder hinter dieser immensen Naturkraft zu stehen.
Auf der anderen Seite ging es dann wieder zurück und zu dritt sprangen wir ins doch noch recht kalte Wasser 😀 Danach ließen wir uns von der Sonne trocknen und fuhren erschöpft, aber auch super glücklich nach Hause. Richard kochte uns ein köstlich scharfes Essen, während Alex und ich unser erstes Match austrugen.
Es war von Minute eins an hart umkämpft und ich merkte, dass ich keinen Amateur neben mir hatte. Doch durch einen schnellen Konter schaffte ich es in Führung zu gehen. Und als sich das Spiel dann dem Ende neigte und Alex volles Risiko spielte schaffte ich es ihm noch zwei Tore einzuschenken. Das erste Spiel war GEWONNEN!
Nach dem Essen ging es dann ins zweite Spiel, das Alex jetzt unbedingt gewinnen musste. Und während er richtig gut ins Spie startete, explodierte ich förmlich vor Nervosität. Doch es brauchte nur eine Minute, bis ich mich gefangen hatte und das Spiel in die Hand nahm. Innerhalb weniger Minuten stand es bereits zwei zu null für mich und als Alex alles nach vorne schmiss, u noch eine Chance zu haben, konterte ich ihn eiskalt aus und gewann am Ende mit vier zu null.
Ich muss gestehen, dass die Ergebnisse viel zu hoch für den eigentlichen Spielverlauf ausgefallen sind. Doch am Ende gewann ich und musste so glücklicherweise kein Geld bezahlen 😛
10.11.2019 – Am Sonntagmorgen checkten wir aus und machten uns auf den Weg nach Pahia, wo wir die Endeavour (eine Nachbildung des Schiffes, mit dem Kapitän Cook Neuseeland entdeckte) betrachten konnten und einen kleinen Einblick davon bekamen, wie sich das Leben damals auf so einem Schiff abgespielt haben musste.
Im Anschluss ging es dann an die Westküste, wo wir dem Cafe einen Besuch abstatteten und ich eine köstliche heiße Schokolade genoss und ich mir die Informationstafeln über den Ort im Museum durchlas. Dann machten fuhren wir nach Opononi und machten die Kurzwanderung, die ich bereits mit Josie gemacht hatte. Alex und ich hatten dann den verrückten Einfall ins Meer zu springen, da wir aber keine Handtücher dabei hatten und auch keine Wechselkleidung sprangen wir nackt in die Wellen 😛 Richard blieb draußen und lachte ich kaputt 😀
Und dann nahm er unsere Klamotten und rannte weg, während er uns zuschrie: „Da kommen Kinder!“ Alex und ich rannten Richard hinterher und wenn das jemand gesehen hätte, wäre dieser Mensch vermutlich vor Lachen gestorben 😀 zwei nackte Typen rennen, wie die Verrückten, über den Strand einem anderen Typen hinterher…
Es stellte sich heraus, dass natürlich keine Kinder da waren und wir alle amüsierten uns über diese Szene. Dann stiegen wir wieder ins Auto und fuhren etwa 3 Stunden in den Süden nach Whangarei. Dort angekommen bezogen wir unsere Luxusvilla… Ehrlich, es war ein riesiges Haus und wir hatten nur ein Fünftel für uns und es fühlte sich an wie eine Doppelhaushälfte.
Nach dem Zimmerbeziehen fuhren wir zum PAK’nSAVE und machten einen Großeinkauf für die Woche und als wir den Supermarkt wieder verließen strahlte uns dieser Anblick entgegen…. WOW! ❤
Nach einer weiteren ereignislosen Woche in Auckland hieß es dann wieder Abfahrt – und zwar in den bereits bekannten Norden der Nordinsel. Zusammen mit Richard und Alex sollte es auf eine zweiwöchige Tour durch den Norden gehen.
03.11.2019 – Bereits am frühen Morgen checkte ich aus dem Hostel aus und machte mich auf den Weg zum Büro, wo mich Richard auch direkt einsammelte. Gemeinsam fuhren wir mit voll aufgedrehter Musik und überglücklich nach Norden und sammelten Alex ein 😀
Von da aus ging es dann sieben Stunden non-stop bis zum Cape Reinga, wo wir dann auch bis in die späten Abendstunden saßen und neben dem unglaublichen Ausblick auch den Sonnenuntergang genossen. Um uns dann auf den zweistündigen Rückweg zu machen und müde ins Bett zu fallen.
04.-05.11.2019 – Den Montag und Dienstag verbrachten wir auf den Straßen und vor einem Baugeschäft in einem der ärmsten Orte von Neuseeland, in Kaitaia. Und dennoch waren einige Leute bereit zu geben, was mich tief beeindruckte. Aber Richard erklärte mir dann, dass diese Leute wissen, was Armut bedeutet und dass sie daher helfen wollen. Wir trafen wirklich unglaublich viele nette Leute 😀
06.-08.11.2019 – Von Mittwoch bis Freitag arbeiteten wir dann in Pahia, Kerikeri und Kaikohe und Waipapa und dort änderte sich das Bild. Wir sammelten zwar weiter einige Unterschriften, doch wir trafen auch auf mehr Reiche, die sich überhaupt nicht für uns (u.a. unsere Projekte in Neuseeland) interessierten. Auch davon war ich stark überrascht, da sie doch eigentlich das Geld hatten…
In Paihia traf ich einen Schweizer, der mit 40 Jahren alles, was er besaß verkaufte und seinen Job geschmissen hatte und nun mit einem Segelboot um die Erde segelte. Wir unterhielten uns beinahe eine Stunde über das Bereisen der Welt und wie wichtig es ist, dass gerade Menschen aus reichen Ländern ins Ausland gehen und neben anderen Kulturen auch die Armut und das Fehlen von Privilegien zu Gesicht bekommen. Er war ein richtig lieber Mensch und er gab mir zudem noch ein paar Tipps, wie ich am besten zu den Pazifischen Inseln segle 😀
In Kaikohe trafen wir junge Frauen, die zusammen ein Cafe leiteten und das mit gerade einmal 22 und 24 Jahren… Respekt 🙂 Wir hatten ein richtig witziges Gespräch und am Ende waren sie auch überzeugt zu helfen. Wir versprachen in ihrem Cafe vorbeizusehen und verabschiedeten uns.
21.10.2019 – Ich wachte inmitten eines Zimmers, umkreist von drei Betten auf. Wo war ich nochmal? – Achja, in Hamilton, auf dem Roamingtrip mit UNICEF…
Alle waren noch am schlafen, während ich mich langsam aus dem Bett schälte und in die Küche ging. Dort machte ich mir dann einen leckeren Früchtejoghurt und genoss die Ruhe 🙂 Nur wenige Minuten später füllte sich das Wohnzimmer und während ich weiter an meinem Pitch (meinem Skript) arbeitete, verließen die anderen nach und nach das Haus, um zur Arbeit zu fahren.
Um etwa neun Uhr traf dann das Roamingteam (UNICEF’s Elite – die Besten der Besten) ein, denn mit ihnen sollte ich heute zusammenarbeiten. Nach einer amüsanten Begrüßung und einigen Lachern fuhren wir auch schon mit hämmernden Boxen zum Mitre10 (einem Bauhaus), wo wir heute auf mein IPAD hinarbeiten würden.
Und tatsächlich: Zu viert brachten wir die Kunden nicht nur zum Schmunzeln, sondern sammelten auch fleißig Unterschriften 😀 Und während wir weiterhin unseren Spaß hatten und sich meine Zettel langsam füllten, bekam ich jede Menge Komplimente von den Roamingleuten… „Meine Ausstrahlung sei großartig“, „Ich hätte eine richtig witzige und geniale Art Leute zu stoppen“ 😛
Das motivierte mich natürlich enorm und am Ende des Tages waren wir nicht nur glücklich und erschöpft – ich hatte auch drei Unterschriften gesammelt… Es hieß IPAD-TIME!!!
Zuhause angekommen, machte ich mich mit Richard (meinem Team-Leader) und Alex (dem besten UNICEF-Neuling aller Zeiten) daran, mein Essen zu kochen 😀 Wir brauchten tatsächlich etwa zwei Stunden, um alles für die Gruppe zu schneiden, zu kochen und zu servieren – aber für das Resultat lohnte es sich. Denn ich bekam nicht nur Glückwünsche für das Erreichen meines IPAD, sondern besondere Komplimente für das Essen. Es sei das „beste Essen seit langem“ ❤ WOW!
22.-23.10.2019 – Die nächsten Tage arbeitete ich viel mit Papy zusammen, einem 28 jährigen Franzosen, der komplett durchgedreht ist und mit dem man keine 5 Minuten ohne einen Lacher hat 😀 Wir genossen die gemeinsame Zeit und brachten viele Leute zum Lachen 🙂 Er war überzeugter Veganer und war in unzähligen Ländern und hat die Armut selbst gesehen… Es waren wirklich einmalige Stories, die er mir erzählte.
24.-25.10.2019 – Am Donnerstag und Freitag arbeitete ich zusammen mit Richard, Alex und Laura in der Mall, wo ich wirklich überzeugte 😀 In nur zwei Tagen schaffte ich 5 Unterschriften und hätte noch mehr schaffen können.
Am Freitagabend gab es dann eine Party im Haus des Roamingteams. Ich legte einige deutsche Popsongs auf und sah der Menge zu, wie sie zu Cordula Grün tanzte 😛
26.-27.10.2019 – Am Samstag ging es dann vom sonnigen Hamilton zurück ins nicht ganz so warme, eher regnerische, Auckland. Dort traf ich auf einige Hamburger, denen ich einige Tipps an die Hand gab und die am Sonntag Richtung Süden fuhren, um dort zu arbeiten.
Auch Tim und Max hatte es wieder nach Auckland verschlagen und gemeinsam bereiteten wir am Samstagabend einen köstlichen Salat zu.
Am Sonntag verbrachten wir den Tag am Strand und genossen das schöne Wetter bei einigen Runden Karten und einer Abkühlung in den Wellen. Am Abend hieß es dann mal wieder Pizza essen und wir aßen zum zweiten Mal die 60 cm Pizza 😀
14.10.-20.10.2019 – Aufgrund der Arbeit verlief die Woche größtenteils sehr monoton. Ich verbesserte mich auf der Arbeit, wobei ich weiterhin nicht über zwei Pledges an einem Tag hinaus kam (beim Erreichen von drei Pledges an einem Tag bekommt man sein eigenes IPAD und kann Bilder, etc. nutzen, wodurch die Konversation etwas mehr Leben Leben bekommt). Dennoch gestaltete ich die meisten Abende so, dass ich mit einem Lächeln ins Bett gehen konnte 😀
14.10.2019 – Tim und Max waren nach Auckland gekommen und am Montagabend aßen wir gemeinsam eine 60cm Pizza und erzählten uns von unseren Erlebnissen und Erfahrungen. Danach spazierten wir durch Auckland’s Nightlife, bis wir spät abends ins Bett fielen 😀
16.10.2019 – Am Mittwoch hatten Tim und Max sich mit Jason (einem Chinesen, den sie auf ihrer Reise kennengelernt hatten) verabredet. Gemeinsam entschieden wir uns meine bereits bekannte Reis-Gemüsepfanne mit Hähnchengeschnetzeltem in Sahnesoße zu kochen, wobei Jason das köstliche Hähnchen zubereitete ❤ Wir wurden alle satt und amüsierten uns bis spät in die Nacht 😛
17.10.2019 – Am Donnerstagabend traf ich mich nach der Arbeit mit Hendrik, einem achtundzwanzig-jährigen Deutschen, den ich im Hostel kennengelernt hatte und mit dem ich mich auf Anhieb richtig gut verstand. Er hatte für sieben Monate Südostasien bereist und jede Menge Menschen kennengelernt. Wir redeten stundenlang über unsere Erfahrungen in Deutschland, in Asien, Neuseeland und über alles, was uns in den Kopf kam 😛
18.10.2019 – Das Highlight der Woche war der Freitagmorgen… Während ich mich gerade für die Arbeit fertig machte und unter der Dusche stand ging der Feueralarm los 😛 Und während die meisten Backpacker schlaftrunken nach draußen taumelten duschte ich, trotz des Hämmern der Rezeptionistin an die Badezimmertür, zu Ende und kämmt anschließend meine in Ruhe meine Haare.
Draußen angekommen sah ich dann bereits die Feuerwehrwagen und eine Traube von müden, irritierten Backpackern vor der Eingangstür stehen. Ich wendete mich allerdings ab und lief grinsend an den Feuerwehrleuten vorbei zur Arbeit. Später erfuhr ich, dass in einem Zimmer lediglich mit zu viel Deo gesprüht worden war 😛
20.10.2019 – Am Sonntag hieß es dann wieder einmal auschecken, denn es ging nach Hamilton. Der Großteil des Auckland-Teams machte einen Roamingtrip in den Süden ❤ Gemeinsam mit sieben anderen Fundraisern stieg ich ins Auto, die Musik wurde aufgedreht und es ging los!!!!
Hoch motiviert erreichten wir unsere Unterkunft und fuhren direkt zum Supermarkt weiter, wo wir uns nicht nur reichlich eindeckten, sondern dank meiner Initiative auch abgemacht wurde, dass wir (vor allem ich) am Montagabend für die Gruppe – insgesamt neun junge Erwachsene- kochen sollte.
Ziemlich amüsant muss ich gestehen, wenn man bedenkt, dass sich acht 21-30 Jährige von einem 18 Jährigen bekochen lassen 😀
12.10.-13.10.2019 – Am Samstagmogen checkte ich bereits früh aus und machte mich auf den Weg zum Hafen, denn ich hatte mich entschieden nach einer frustrierenden Woche ein entspanntes Wochenende auf Waiheke Island zu verbringen. Gegen Mittag fuhr ich dann mit der Fähre auf die Insel und machte mich mit meinem ganzen Gepäck auf den Weg zum etwa einstündig entfernten Strand, um dort angekommen zunächst einmal die Sonne zu genießen und in Erinnerungen an Spanien zu schwelgen.
Gegen frühen Abend machte ich mich dann zum nahe gelegenen Hostel auf, wo ich beinahe nur Franzosen vorfand, was tatsächlich eine willkommene Abwechslung zu den Hostels in Auckland war. Eingecheckt und Rucksack im Zimmer verstaut war ich auch schon wieder auf dem Weg zu einem Strand, den ich auf dem Weg ausgemacht hatte.
Witzigerweise traf ich dort die siebenköpfige Gruppe der Franzosen aus dem Hostel wieder. Zusammen saßen wir am Strand und genossen den Sonnenuntergang bei ein paar Bier und einem Joint (ausgenommen mir natürlich) 😛 Und während ich dort saß dachte ich, wie schön wäre es doch hier zu bleiben… Nicht wieder zurück ins kalte, nasse Auckland zu müssen und einer frustrierenden Arbeit nachgehen zu müssen. Doch ich entschied mich zunächst erstmal dagegen.
Am nächsten Tag checkte ich dann aus und mietete ein Fahrrad mit dem ich dann eine siebenstündige Tour über die halbe Insel unternahm. Und der Gedanke, dort auf der Insel zu bleiben kam erneut auf 😀
Am Abend fuhr ich dann zurück nach Auckland und sah dem Sonnenuntergang vom Boot aus zu – unvorstellbar schön kann ich Euch sagen ❤
09.10.2019 – Fit und munter stand ich 15 Minuten zu früh im Büro und unterhielt mich mit Geo bis Ahmad auftauchte und wir meinen Pitch durchgingen. Er gab mir noch einige Tipps und dann versuchte ich meinen Pitch ohne abzulesen vorzutragen, was mir gar nicht gelang.
Dann kam mir die rettende Idee: Ich machte mir sechs Stichpunkte und prägte sie mir ein. Und plötzlich ratterte ich meinen gesamten Text runter, ohne ein einziges Mal zu stottern.
Überglücklich machte ich mich anschließend mit Alex und Richard, meinem Team-Leader, auf in die Queenstreet, Auckland’sHauptstraße, mit hunderten von Geschäften.
Die wohl größte Schwierigkeit war die Leute zu stoppen. Denn die Leute waren nicht, wie ich zunächst annahm, offen für ein kurzes Gespräch über Probleme in Neuseeland und der Welt, sondern voll auf ihr Ziel und ihre eigene kleine Welt fokussiert.
Die zweite Schwierigkeit war dann ein vernünftiges Gespräch aufzubauen, an dem sich der potenzielle Kunde beteiligen kann und das Problem vollständig versteht.
Und die letzte, nicht ganz erwartete Schwierigkeit ist dann die Frage nach dem Geld. Denn um nichts anderes handelt es sich am Ende. Ich möchte meinen Gegenüber davon überzeugen, dass etwas von seinem Geld einen großen Unterschied machen kann, während es für ihn keinen allzu großen Unterschied macht.
Schlussendlich nahm ich viele Erfahrungen mit, ging allerdings leicht frustriert, ohne ein einziges Sign-Up, nach Hause. Ehrlich gesagt war ich sogar so enttäuscht, dass ich den Job direkt wieder hinschmeißen wollte…
10.10-11.10.2019 – Auch der zweite und dritte Tag auf der Arbeit war frustrierend. Doch zugleich, dank meinem amerikanischen Team-Leader sehr amüsant und lehrreich. Zudem schaffte ich am Donnerstag bereits meinen ersten Pledge (meine erste monatliche Spende) von über 50$ im Monat 😀 was mir immerhin etwas Motivation brachte.
08.10.2019 – Heute ist es soweit! Heute ist mein erster Arbeitstag! Das waren meine ersten Gedanken, als ich am Dienstagmorgen von sanftem Weckerklingeln geweckt wurde. Voller Vorfreude stand ich also auf und frühstückte. Frisch gestriegelt und mit einem breiten Grinsen ging es dann zur Arbeit 😀
Gleich beim Betreten des Büros wurde ich mit einem fröhlichen „Good morning!“ von meinen Kollegen begrüßt und ich spürte, dass ich hier am richtigen Platz gelandet bin. Die Positivität im Raum war so enorm, dass ich gleich angesteckt wurde.
Entgegen meiner Erwartungen hieß es heute nicht arbeiten, sondern eher vorbereiten… Gemeinsam mit Geo ging ich also den Vertrag nochmal durch, unterschrieb unzählige Dokumente und als wir dann gegen Mittag fertig waren, lernte ich Ahmad kennen.
Ahmad war der Coach des Teams und selber dank UNICEF von Afghanistan nach Neuseeland geflüchtet. Neben einem unglaublich coolen und liebevollen Charakter erkannte ich auch eine unglaubliche Leidenschaft für die Arbeit bei UNICEF. Er wollte Etwas zurückgeben, er wollte Leben retten, so wie er gerettet wurde.. Und das überzeugte mich noch mehr, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Er erzählte mir viel über UNICEF, unsere aktuellen Projekte, sowie Rechte und Pflichten eines Fundraisers. Als ich all die Informationen aufgesogen und notiert hatte, war die Zeit gekommen meinen eigenen Pitch (eine Art Skript) zu schreiben.
Dann lernte ich den Iren Simon kennen. Simon war die zweitwichtigste Person für UNICEF Neuseeland. Er beaufsichtige nicht nur das Büro in Auckland, sondern kümmerte sich auch um das Büro in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Er zeigte mir einige Videos von UNICEF, die mich motivieren und informieren sollten 😛
Am späten Nachmittag ging ich dann mit der Hausaufgabe meinen Pitch auszuarbeiten und auswendig zu lernen nach Hause. Das tat ich dann auch den ganzen Abend bis etwa 10 Uhr, bevor ich müde ins Bett viel.
28.09.2019 – Schrilles Weckerklingeln riss mich aus meinem Schlaf. Ich stand auf und fing an meinen Rucksack zu packen. Mit voll beladenem Rucksack machte ich mich auf den Weg in die Küche, um dort während des Frühstücks mit Nicolás abzusprechen, was wir heute unternehmen wollten.
Wir einigten uns schließlich auf das SEA LIFE Aquarium in Auckland. Teller abgespült, Schlüssel abgegeben und Taschen im Auto verstaut machten wir uns auch schon auf den Weg. Allerdings nicht ohne vorher in einem südamerikanischen Mate-Shop Halt zu machen. Dort stockte Nicolás seinen Matevorrat wieder auf und erklärte mir, dass er Mate nur mit heißem Wasser zubereitet, während einige andere Südamerikaner kaltes Wasser bevorzugen 🙂
Am Aquarium angekommen fing ich bereits an zu zweifeln, ob die 40 $ wirklich gut investiert sind. Diese Zweifel wurden allerdings nach wenigen Minuten beiseite geräumt.
Denn bereits am Anfang bekamen wir ein Model der ersten Expeditionsbasis der Antarktis zu sehen. Neben der realgetreuen Einrichtung gab es auch unzählige Informationstafeln, die alles über das Expeditionsleben der Forscher erzählten.
Nach der Geschichtsstunde ging es dann weiter zu den Pinguinen. Der Anblick der vielen Pinguine war wirklich eindrucksvoll und auch wie sie durch das Wasser schossen hinterließ einen bleibenden Eindruck. Am amüsantesten war natürlich der Gang – Arme nach hinten gestreckt und Fuß vor Fuß liefen sie über das Eis 😀
Wir kamen an einem riesigen Tintenfischskelett vorbei, konnten unzählige Fische von nahem betrachten und fuhren per Fließband durch einen Tunnel, während Haie und Rochen über unseren Köpfen bewiesen, warum wir diese Kreaturen fürchten.
Das beste Foto war vermutlich die riesen Krabbe, die sich bereitwillig für mich zur Schau stellte 😛
Nach etwa drei Stunden Aufenthalt verließen wir das Aquarium dann wieder – natürlich nicht ohne vorher noch mit den Plüschhuskys zu kuscheln 😀
Es war bereits später Nachmittag und wir schlenderten an der Küste entlang und redeten über mögliche Arbeit, Politik in Uruguay und genossen die frische Brise.
Danach hieß es dann Abschied nehmen. Nicolás fuhr in den Süden, während ich in Auckland intensiv auf Jobsuche gehen wollte 😥
29.09.-07.10.2019 – Ich hatte in der Newton Lodge eingecheckt und verbrachte beinahe die gesamte erste Woche damit Filme auf Englisch zu schauen und Essen zu kochen 😀
Und obwohl ich die Woche tatsächlich sehr faul war, hatte ich an einem Tag eineBewerbung an UNICEF geschickt, in der viel Aufwand steckte. Scheinbar kam sie sehr gut an, denn ich bekam bereits nach wenigen Stunden einen Rückruf, in dem ich am Mittwoch (02.10.) zu einem Jobinterview eingeladen wurde.
Ich hatte zuvor noch nie ein Jobinterview gehabt und so war es für mich eine riesen große Sache, da das ganze ja auch noch auf Englisch stattfinden würde… Ich durchforstete also die UNICEF-Webseite (die übrigens riesig ist – könnt Ihr Euch gerne mal anschauen) und sammelte jede Menge an Informationen rund um die Arbeit von UNICEF.
Etwas Nervös, aber auch mit einer riesigen Vorfreude ging ich dann am Mittwoch ins Interview. Bereits beim Betreten des Büros spürte ich super positive Vibes und dieses Gefühl bestätigte sich, als ich im Interview überhaupt keine Nervosität, sonder ausschließlich Spaß und gute Laune hatte.
Die Interviewerin hieß Geo und war eine halbe Maori, wie sich während des Interviews herausstellte. Amüsanterweise erzählte sie mir, dass ich aus dem gesamten Team die Städtenamen am korrektesten ausspreche 😀 Was ein KOMPLIMENT.
Wir verabschiedeten uns und zwei Tage später bekam ich einen Anruf, in dem sie mir nochmal sagte: YOU ARE AMAZING! und dass sie mich sehr gerne anstellen würden. Den Vertrag würde sie mir per Email senden und der erste Arbeitstag sei der Dienstag (08.10).
Überglücklich verabschiedete ich sie und erzählte im ganzen Hostel, wie sehr ich mich auf diesen Job freue. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich durch den 40 seitenlangen Vertrag zu kämpfen (auf ENGLISCH) und alles zu verstehen.