Ich lebe noch

28.09.2019 – Schrilles Weckerklingeln riss mich aus meinem Schlaf. Ich stand auf und fing an meinen Rucksack zu packen. Mit voll beladenem Rucksack machte ich mich auf den Weg in die Küche, um dort während des Frühstücks mit Nicolás abzusprechen, was wir heute unternehmen wollten.

Wir einigten uns schließlich auf das SEA LIFE Aquarium in Auckland. Teller abgespült, Schlüssel abgegeben und Taschen im Auto verstaut machten wir uns auch schon auf den Weg. Allerdings nicht ohne vorher in einem südamerikanischen Mate-Shop Halt zu machen. Dort stockte Nicolás seinen Matevorrat wieder auf und erklärte mir, dass er Mate nur mit heißem Wasser zubereitet, während einige andere Südamerikaner kaltes Wasser bevorzugen 🙂

Am Aquarium angekommen fing ich bereits an zu zweifeln, ob die 40 $ wirklich gut investiert sind. Diese Zweifel wurden allerdings nach wenigen Minuten beiseite geräumt.

Denn bereits am Anfang bekamen wir ein Model der ersten Expeditionsbasis der Antarktis zu sehen. Neben der realgetreuen Einrichtung gab es auch unzählige Informationstafeln, die alles über das Expeditionsleben der Forscher erzählten.

Nach der Geschichtsstunde ging es dann weiter zu den Pinguinen. Der Anblick der vielen Pinguine war wirklich eindrucksvoll und auch wie sie durch das Wasser schossen hinterließ einen bleibenden Eindruck. Am amüsantesten war natürlich der Gang – Arme nach hinten gestreckt und Fuß vor Fuß liefen sie über das Eis 😀

Wir kamen an einem riesigen Tintenfischskelett vorbei, konnten unzählige Fische von nahem betrachten und fuhren per Fließband durch einen Tunnel, während Haie und Rochen über unseren Köpfen bewiesen, warum wir diese Kreaturen fürchten.

Das beste Foto war vermutlich die riesen Krabbe, die sich bereitwillig für mich zur Schau stellte 😛

Nach etwa drei Stunden Aufenthalt verließen wir das Aquarium dann wieder – natürlich nicht ohne vorher noch mit den Plüschhuskys zu kuscheln 😀

Es war bereits später Nachmittag und wir schlenderten an der Küste entlang und redeten über mögliche Arbeit, Politik in Uruguay und genossen die frische Brise.

Danach hieß es dann Abschied nehmen. Nicolás fuhr in den Süden, während ich in Auckland intensiv auf Jobsuche gehen wollte 😥

29.09.-07.10.2019 – Ich hatte in der Newton Lodge eingecheckt und verbrachte beinahe die gesamte erste Woche damit Filme auf Englisch zu schauen und Essen zu kochen 😀

Und obwohl ich die Woche tatsächlich sehr faul war, hatte ich an einem Tag eine Bewerbung an UNICEF geschickt, in der viel Aufwand steckte. Scheinbar kam sie sehr gut an, denn ich bekam bereits nach wenigen Stunden einen Rückruf, in dem ich am Mittwoch (02.10.) zu einem Jobinterview eingeladen wurde.

Ich hatte zuvor noch nie ein Jobinterview gehabt und so war es für mich eine riesen große Sache, da das ganze ja auch noch auf Englisch stattfinden würde… Ich durchforstete also die UNICEF-Webseite (die übrigens riesig ist – könnt Ihr Euch gerne mal anschauen) und sammelte jede Menge an Informationen rund um die Arbeit von UNICEF.

Etwas Nervös, aber auch mit einer riesigen Vorfreude ging ich dann am Mittwoch ins Interview. Bereits beim Betreten des Büros spürte ich super positive Vibes und dieses Gefühl bestätigte sich, als ich im Interview überhaupt keine Nervosität, sonder ausschließlich Spaß und gute Laune hatte.

Die Interviewerin hieß Geo und war eine halbe Maori, wie sich während des Interviews herausstellte. Amüsanterweise erzählte sie mir, dass ich aus dem gesamten Team die Städtenamen am korrektesten ausspreche 😀 Was ein KOMPLIMENT.

Wir verabschiedeten uns und zwei Tage später bekam ich einen Anruf, in dem sie mir nochmal sagte: YOU ARE AMAZING! und dass sie mich sehr gerne anstellen würden. Den Vertrag würde sie mir per Email senden und der erste Arbeitstag sei der Dienstag (08.10).

Überglücklich verabschiedete ich sie und erzählte im ganzen Hostel, wie sehr ich mich auf diesen Job freue. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich durch den 40 seitenlangen Vertrag zu kämpfen (auf ENGLISCH) und alles zu verstehen.

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3 Comments

  1. Mittlerweile bist du ja ein Meisterkoch👨‍🍳Dein Essen sieht immer super aus 😊👍

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