Meine Reise wird fortgesetzt

Letzter Stand – Ich habe die letzten 6 Wochen bei UNICEF gearbeitet und hatte dort eine wirklich schöne Zeit, die jedoch neben all ihren Höhen, auch viele Tiefen hatte. Ich dachte es sei nun an der Zeit mit vollen Taschen weiterzuziehen und mehr von diesem aufregenden und traumhaften Land zu entdecken 😀

Mein Weg führte mich zunächst von Auckland per Anhalter den ganzen Weg bis ins entfernte Coromandel Peninsula. Dort wollte ich der, unter Backpackern, sehr gängigen Arbeit auf einer Kiwi-Farm nachgehen.

Die Unterkunft war schäbig… Es gab drei Toiletten und drei Duschen, zu viert schliefen wir in einem Zimmer, das keine Heizung besaß und nicht genügend Platz für unsere Sachen bot. Die Arbeit war auch keine Verbesserung und bestand ausschließlich aus dem Beschneiden von Kiwifruchtpflanzen, die in unzähligen Reihen Tunnel bildeten, in denen ich nur gebückt und unter extremer Krümmung hindurchkam… Somit ging es dann bereits am Sonntag weiter Richtung Norden.

Zusammen mit George, einem Engländer, fuhr ich an der Küste entlang das Peninsula ab. Unser erster Halt war der Hot Water Beach, der bereits am frühen Morgen gefüllt mit hunderten von Touristen war. Somit machten wir uns gleich auf zur Cathedral Cove, der wohl berühmtesten Attraktion im Peninsula. 4 Stunden lang sprangen und spielten wir in den Wellen und ich fühlte mich wieder wie 10 🙂 Die Nacht verbrachten wir in Whitianga – einem kleinen, aber feinen Städtchen an der Ostküste.

Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Coromandel, also an die Nordspitze des Peninsulas, doch nicht bevor ich mit dem Hostelmannager abgesprochen hatte, dass ich für eine Woche im Hostel für Unterkunft arbeiten würde. In Coromandel angekommen wurden wir zunächst ziemlich enttäuscht… Das kleine Dorf hatte wirklich keinerlei Attraktion, war ausschließlich stickig und bot einen wirklich armseligen Anblick. Schnell ging es weiter entlang an der Westküste nach Thames, einer etwas größeren Stadt, in der ich mich dann von George verabschiedete und von wo aus ich dann zurück ins Hostel nach Whitianga hitchte.

Die Woche verging ohne großartige Ereignisse und so ging es für mich bereits am nächsten Sonntag zurück nach Hahei, wo ich einen Job in einer Brauerei als Food Runner angenommen hatte.

Die Managerin und ich regelten alle Formalitäten und nachdem ich das wirklich überaus freundliche Team um mich herum kennengelernt hatte begann ich auch direkt mit der Arbeit. Ich machte einen wirklich guten Job und nach bereits zwei Tagen starteten die Bartender (die Leute hinter der Bar) mich an den Job des Bartenders heranzuführen. Und so wohl ich mich auf der Arbeit fühlte, so bekam ich am vierten Tag den ganz starken Eindruck von Gott, dass ich den Arbeitsplatz sofort verlassen sollte.

Ich konnte es zunächst nicht fassen, wie stark dieser Eindruck war und wollte ihn auch gar nicht annehmen, doch ich spürte, dass es das Richtige ist und so sprach ich mit der Managerin. Sie nahm das Ganze überhaupt nicht gut auf und starte damit mich zu beschimpfen… Nachdem sie sich beruhigt hatte arbeitete ich meinen letzten Tag und konnte schon am nächsten Tag die Wohnung verlassen und meinen Weg nach Rotorua aufnehmen.

Das Team war wirklich sehr traurig mich gehen zu sehen und ich ebenfalls. Aber mein Bauchgefühl bestätigte mich, dass diese die richtige Entscheidung war.

Und auch wenn meine Zeit in Hahei nur sehr kurz war, so habe ich doch einige schöne Plätze entdeckt und hatte eine wirklich gute Zeit dort 😀

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  1. Avatar von Unbekannt

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