25.09.2019 – Heute Morgen stand ich schon früh auf, um meinen Rucksack zu packen, mich zu duschen und ordentlich zu frühstücken – wer weiß, wann ich das nächste Mal wieder etwas zu essen bekomme 😛 Gegen Mittag kam dann Val, eine Freundin von Josie, mit der wir gemeinsam nach Kawakawa fuhren, um uns dort die Stadt anzugucken und von wo aus ich dann weiter nach Whangarei trampen wollte.
Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir die Stadt und besichtigten die öffentlichen Hundertwassertoiletten, die 1999 eröffnet wurden. Mehr brauche ich Euch nicht über meinen Aufenthalt in den Toiletten zu erzählen 😀
Danach besuchten wir ein kleines, aber dennoch spannendes Museum, das mit allerlei Antiquitäten vollgestopft war. Unter anderem einer Druckerpresse, alten Zeitschriften und etwas, mit dem alte Menschen früher mal kommuniziert haben 😛
Nach einem schnellen Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen 😥 Ich bedankte mich noch einmal bei Josie für diese geniale Zeit, mich mit in den Norden zu nehmen, mir den Norden zu zeigen und für die unvergesslichen Momente und Gespräche mit ihr (DANKE Josie <3)
Und dann lief ich los – entlang des State Highway 1 – den Lärm der rasenden Autos in meinen Ohren, bis ich eine passende Stelle zum Trampen gefunden hatte. Ich hatte Glück! Nach etwa 5 Minuten hielt ein Auto und ein Maori-Regierungsmitglied nahm mich mit nach Whangarei. Wir sprachen über das Reisen in Neuseeland, Trampen und über Sport 🙂
Angekommen im Hostel, machte mich Martin, der Hostelhost, zunächst mit der gesamten Umgebung vertraut. Daraufhin entschied ich mich zu den nahe gelegenen Whangarei Falls zu laufen und die letzten Strahlen der Nachmittagssonne zu genießen.
Nach meinem kleinen Ausflug lernte ich dann Belen, eine 28 jährige Chilenin, die nach 5 Monaten Sprachkurs nun das Land bereist, und Marc, einen 19 jährigen Abiturienten mit einem 1,1-er Schnitt kennen (da war ich schon ein bisschen neidisch 😛 ). Zusammen verbrachten wir den Abend damit Cambio und Schwimmen zu spielen.
26.09.2019 – Nachdem Marc, Belen und ich abgesprochen hatten, dass wir am Nachmittag gemeinsam die Abbey Caves erkunden würden, machte ich mich auf den Weg ins Zentrum von Whangarei. Die Wanderstrecke sollte etwa zwei Stunden dauern und einem Flusslauf folgen.
Das erste Highlight war das Öffnen meiner Müsliriegelpackung 😀 Denn anstatt sechs leckeren und Kraft gebenden Riegeln, fand ich dort sieben ❤
Ich kam wieder am Wasserfall vorbei, und folgte kilometerlang dem Fluss, umgeben von den unterschiedlichsten Pflanzen, bis ich zum zweiten Mal in Neuseeland durch einen Kauriwald laufen durfte. Hier bestaunte ich erneut die immens hohen und durch ihre Rinde hervorstechenden Kauri-Bäume, die in den letzten Jahrhunderten so viel Schmerz und Rodungen erleiden mussten.
Nach dem Waldstück ging es dann unzählige Treppenstufen hinauf auf einen Berg, von dem man ganz Whangarei betrachten konnte – trotz der vielen Wolken eine wirklich atemberaubende Aussicht 🙂
In Whangarei angekommen besuchte ich zunächst einen größeren Supermarkt und fand rein zufällig die hiesige C3 Church 😀
Zwei Stunden später fuhren Marc, Belen und ich mit Taschenlampen bewaffnet zu den Abbey Caves. Bereits vor den Höhlen sah die Landschaft, durch die Felsen und Bäume, sehr abenteuerlich aus 😀 Den ersten Eingang gefunden, stürzten wir auch schon in die Höhle. Nein wirklich, wir sind fast in die Höhle gefallen, weil die Steine so glitschig waren 😛
Taschenlampen an und auf geht’s. Zunächst über die Steine und schließlich durch eiskaltes Wasser klettern wir immer weiter in die Höhle hinein. Und als wir dann unsere Lichter ausmachen, dachten wir, der Sternenhimmel scheint direkt über uns… Die ganze Decke war voll mit Glühwürmchen und diese leuchteten in einem wunderschönen Grün die Wände und das Wasser an. Wir saßen minutenlang still da und starrten fasziniert an die Decke.
Als wir dann weiter klettern wollten, entschied sich Belen, zurück zu bleiben, während Marc und ich bis ganz ans Ende klettern wollen. Nach etwa fünf Minuten ging meine Taschenlampe aus und wollte auch nicht mehr angehen – wer denkt denn auch daran Ersatzbatterien mitzunehmen 😀
Zum Glück hatte ich ja noch mein Handy mit 13% Akkuladung dabei 😛 So schafften wir es dann auch bis ans Ende der Höhle, wo allerdings kein Schatz auf uns wartete, sondern nur ein paar rote Markierungen. So kletterten wir leicht enttäuscht wieder zurück und wateten durch das eiskalte Wasser zurück zum Ausgang. Einen kurzen Schockmoment gab es dann doch, als wir realisierten, dass das Wasser um gute 40 Zentimeter angestiegen war.
Draußen angekommen trafen wir Belen wieder und so gingen wir gemeinsam zurück zum Auto. Jedoch nicht, ohne zuvor einen merkwürdig aussehenden Baum zu finden (erinnert er Euch auch an ein Pokémon? 😀 )
27.09.2019 – Ich hatte mich entschieden zusammen mit Belen nach Auckland zu fahren und dort nach Arbeit zu suchen, um mein leeres Konto endlich aufzufüllen. So verabschiedeten wir uns von Marc und begannen die zwei stündige Fahrt nach Auckland.
Auf der Fahrt kamen wir auf das Thema Glauben und Gott und während sie mir erzählte, dass in Südamerika viele Menschen aufgrund der Missbrauchsvorfälle in der katholischen Kirche nichts mehr mit Gott zu tun haben wollen, erzählte ich ihr viel über die Pfingstler und beantwortete viele Fragen, die sie mir zum Glauben und zu scheinbaren Ungerechtigkeiten stellte.
So konnte ich einige falschen Vorstellungen korrigieren und sie wirklich, durch das was ich erzählte, für den Glauben und die Pfingstler begeistern 🙂 In Auckland angekommen verabschiedeten wir uns dann und sie fuhr nach Süden weiter, während ich mich in das günstigste Hostel in Auckland einbuchte.
Dort angekommen traf ich dann den Uruguayer Nicolás kennen. Zusammen probierten wir eine Restaurantempfehlung von Josie aus und tauschten uns über unsere Zeit in Neuseeland aus. Ich erfuhr, dass er bereits 8 Monate in Neuseeland gearbeitet hatte und sich nun für eine Arbeitsgenehmigung in Neuseeland beworben hatte.
Nach dem Essen entschieden wir dann feiern zu gehen und während wir uns nach geeigneten Clubs erkundigten, erzählte mir Nicolás, dass er schwul war. Im ersten Moment war ich etwas verlegen, weil ich nicht einordnen konnte, ob er es zum Spaß gesagt hatte, doch als er es beteuerte, glaubte ich ihm.
Wir machten schlussendlich nur einen zweistündigen Spaziergang durch Auckland, da kein Club richtig voll war. Dennoch hatten wir eine großartige Zeit und uns jede Menge zu erzählen 😀
Das Highlight des Tages war aber die riesige Demonstration von Fridays For Future, die langsam durch die riesige Hauptstraße von Auckland zog und ziemlich beeindruckend war…
























































































































































































































































