Zweite Woche in Kerikeri

18.09.2019 – Nach so einem abenteuerreichen Tag, war dann erstmal Ausruhen angesagt. Josie und ich verbrachten also tatsächlich den gesamten Tag im Wohnzimmer, lasen in unseren Lektüren und genossen am Nachmittag den kurzen Spaziergang über das Grundstück.

19.09.2019 – Hatten wir den gestrigen Tag nur auf der faulen Haut gelegen, entschieden wir heute einen weiteren Tagestrip zu unternehmen 🙂 So machten wir uns am frühen Mittag auf nach Opononi, allerdings nicht bevor ich die köstlichen „Hackfleisch-Käse-Pies“ probiert hatte.

Nach einer einstündigen Fahrt erreichten wir dann den Opononi-Beach und führten die Hunde aus. Josie hatte mir auf der Fahrt berichtet, dass dies eine Maori-Gegend ist und man hier etwas aufpassen muss. Allerdings grüßte uns jeder Maori, dem wir begegneten, freundlich und ich fühlte mich in keinster Weise unwohl.

Nach dem Spaziergang brachte Josie mich dann nach Omapere, damit ich eine kurze Strecke zu einem Aussichtspunk machen konnte. Statt den vorgegebenen Weg zu nehmen schlug ich mich allerdings durchs Gebüsch und fand einen Kiesstrand, der unglaubliche Blicke und traumhafte Bilder ermöglichte. Danach ging es dann wieder durchs Gebüsch einen kleinen Berg hoch und ich fand wieder eine traumhafte Stelle, an der ich ganz alleine die Natur genießen konnte 😀

Schlussendlich kam ich dann auf den Wanderweg, der viel atemberaubender, als der eigentliche Aussichtspunkt war. Dort angekommen legte ich mich dann auf eine Bank und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut.

Irgendwann hieß es dann allerdings wieder umdrehen und zurück zum Wagen. Dort fand ich Josie, wie so häufig, in einem Gespräch mit einem Fremden, diesmal ein Amerikaner, der nach Neuseeland gesegelt war, vor.

Auf der Rückfahrt hatte Josie vorgeschlagen, dass Stefan und Claire, die wir an den Sanddünen kennengelernt hatte, uns doch in Kerikeri besuchen konnten und mit ihrem Campervan auf dem Rasen campen könnten.

20.09.2019 – Diesen Vorschlag hatten Stefan und Claire gerne angenommen und erreichten uns auch schon am Vormittag. Zunächst tauschten wir unsere Erlebnisse der letzten Tage aus und berieten uns anschließend über die restliche Tagesplanung. Aufgrund des schönen Wetters entschieden wir uns für die Rainbow Falls und den Kerikeri River Track, den ich bereits gewandert war.

Dort angekommen, entschied ich mich diesmal hinter den Wasserfall zu klettern und so fanden Stefan und ich uns einige Minuten später in einer moosigen Höhle wieder. Claire schaffte es leider nicht ganz bis zu uns, da die Felsen einfach zu glitschig waren.

Als wir nach einigem Staunen und einigen Fotos wieder zurückgeklettert waren entschied ich mich zu der total verrückten Idee in den Wasserfällen zu schwimmen. Ich sprang also in Badehose in das eiskalte Wasser und war auch innerhalb von einer Minute wieder draußen – nun war ich zumindest richtig wach 😀

Nachdem ich wieder trocken war und wir die Rainbow Falls aus nächster Nähe betrachtet hatten, machten wir uns auf den Weg zum Kororipo Park. Unterwegs unterhielten wir uns über Reisen, Arbeiten, Schule, Studium, Alkohol, Feiern und unzählige andere Themen. Es waren echt spannende Gespräche und viel früher als beim letzten Mal erreichten wir den Park. Wir besichtigten den Stone Store und sahen uns das Kemp House an.

Um den ereignisreichen Tag abzurunden gab es am Abend Pizza und wir gingen müde und gesättigt ins Bett.

21.09.2019 – Stefan und Claire hatten entschieden weiter nach Russel zu fahren und ihre Tour nach Auckland fortzusetzen. Doch vorher wollten wir gemeinsam den Puketi Forest besichtigen. So starteten wir alle gemeinsam in Josie’s Auto gequetscht in Richtung Norden.

Nachdem ich die riesigen Kauri Trees gesehen und die Geschichte gelesen hatte wurde mir etwas mulmig zumute, denn die Europäer hatten beinahe die gesamte Waldfläche Neuseelands gerodet. Es waren nur noch drei Prozent der früheren Kauri Bäume übrig… Zahlen, die zum Nachdenken anregen (sollten).

Als wir dann wieder zu Hause waren verabschiedeten wir Stefan und Claire, die nun gestärkt und mit frisch gewaschenen Klamotten weiterfuhren 🙂

Für mich endete der Tag vor dem Fernsehr, als ich mir mein erstes Rugbyspiel anschaute. Die All Blacks (das neuseeländische Rugbyteam) spielte gegen Südafrika. Ich muss zugeben, dass ich die erste Halbzeit nicht viel vom Spiel verstand. Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit begann ich die Spielzüge der Mannschaften nachvollziehen zu können und plötzlich wurde das Spiel richtig spannend.

Am Ende gewannen die All Blacks souverän das Spiel und wir fielen um eins ins Bett.

22.09.2019 – Aufgrund des späten Spiel hatte ich heute erstmal ausgeschlafen und einen weiteren Tag im Sessel vor dem Kamin verbracht. Am Abend machte Josie allerdings legendären Fisch, zusammen mit Bratkartoffeln und ich steuerte einen nicht minder guten Salat bei 😀

23.09.2019 – Heute ging es zum Karikari Peninsula (also der Karikari Halbinsel). Dort fuhren wir zu vier Stränden und jeder war auf seine eigene Weise wunderschön. Irgendwie ist das in Neuseeland anders als in Norddeutschland 😀 (kleiner Spaß, zu Hause ist auch ganz schön 😛 )

Am besten schaut Ihr Euch einfach die Bilder an.

24.09.2019 – Heute wollten wir eigentlich zu den Hot Pools in Ngawha Springs, doch es sollte den ganzen Tag regnen und so entschied ich mich dafür die Zeit zu nutzen und überflüssigen Ballast loszuwerden. Ich räumte also meine gesamten Rucksack aus und überlegte, was ich wirklich brauchte. So hatte ich am Ende des Tages bestimmt zwei Kilo gespart.

Außerdem plante ich, wie es jetzt weitergehen sollte. Ich hatte mich entschieden nach Whangarei zu trampen und von da dann weiter nach Auckland zu reisen, um mir Arbeit zu suchen.

Nach einem produktiven Tag trafen wir uns mit drei von Josie’s Freunden und aßen am letzten Abend wieder im Burger Fiasko. Wir hatten eine Menge Spaß und die Burger waren wieder unglaublich gut 😀

Das Highlight der Woche:

Am Freitag (20.09.) hatte ich mir vorgenommen am Vormittag Tannenzapfen zu sammeln. Die Besitzerin des Hauses nutzt diese immer für den Kamin und ich wollte mich so erkenntlich für die Gastfreundschaft zeigen. So machte ich mich also mit einem Korb, meinem Handy und Kopfhörern bewaffnet auf zum Waldstück. Dafür musste ich durch eines der Wiesen, auf denen die Stiere grasten.

Beim Betreten schaute ich mich bereits um, konnte sie jedoch nicht entdeckten. Als ich dann auf der Hälfte vertieft in mein Handy angekommen war, drehte ich mich plötzlich ohne Grund um – und was ich sah, ließ mein Herz für einen kurzen Augenblick still stehen. Die fünf 250 kg schweren Stiere wetzten den Hügel hinunter auf mich zu. Ich brauchte keine Sekunde, um mich umzudrehen und den Hügel hinunter Richtung Zauntor zu rennen. Dabei fiel ich hin, drehte mich um und sah, dass die Stiere schon ganz nahe waren. Ich sprang also auf, rannte die letzten Meter zum Zauntor, schmiss den Korb und mein Handy rüber und sprang…

Auf der anderen Seite brauchte ich dann erst einmal eine Minute, um mich zu beruhigen. Als ich mich dann umdrehte, standen da alle fünf Stiere direkt am Zaun und schnaubten. Doch das Tor war verschlossen und ich war sicher.

Was ein Erlebnis!

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  1. Avatar von Panda Express
  2. Avatar von Unbekannt

3 Comments

  1. Tolle Woche😁👍☀️
    Zum Highlight der Woche: TU DAS NIE WIEDER !!! Was für ein Glück du doch hattest🍀🐞🐷 und viel Erfolg bei deiner Jobsuche❤️✨

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