21.08.2019 – Endlich angekommen. Müde, glücklich und völlig überdreht steige ich aus dem Flieger und mache mich zusammen mit Annika auf den Weg zur Gepäckausgabe, um nur nach ein paar Minuten mit unseren schweren Rucksäcken Richtung Einreisekontrolle zu torkeln. Dort müssen wir zunächst einen kleinen, aber zeitaufwändigen Zettel ausfüllen, der anschließend nur halbherzig korrigiert wird. So kommt Annika beispielsweise mit einer völlig falschen Flugnummer durch die Kontrolle. Wir schreiten also noch durch die letzte Tür, um uns den wartenden Work-and-Travel-Teilnehmern anzuschließen.
Nach etwa einer halben Stunde lernen wir dann auch die letzten Mitglieder unserer deutschen Reisegruppe kennen: Denn bei Tim und Max hatte die Behörde scheinbar doch etwas genauer hingeschaut.
Nun, da wir jetzt ja vollständig waren, gingen wir geschlossen zum Bus, der uns auf direktem Wege zum Hostel in Central Auckland brachte. Die Zimmer wurden bezogen, die ersten Einkäufe gemacht und ausgiebige Gespräche über Pläne und Ziele geführt. Ich machte anschließend eine kleine Erkundungstour durch die Innenstadt Aucklands und endete anschließend in einer Pizzeria, in der ich aufgrund mangelnder Auswahl (kein Thunfisch xD) Hähnchenkeulen bestellte. Für alle Teilnehmer ging es früh ins Bett, denn ein jeder wollte dem anklopfenden Jetlag entgehen.
22.08.2019 – Nach einer etwas unruhigen, aber dennoch erholsamen Nacht und einem eher mau ausfallenden Frühstück standen wir alle 10 Minuten zu spät im Office unseres Reiseveranstalters. Dort wurden wir dennoch herzlichst begrüßt und in den Präsentationsraum gebeten, der uns den halben Tag lang mit allen nötigen Infos rund um Neuseeland und das Work-and-Travel-Leben versorgen sollte. Damit noch nicht genug verabredeten wir uns mit den Mitarbeitern des Büros für den Abend zu einer Bar Crawl, an der mir besonders das Tanzen mit Tim in der zweiten Bar Spaß bereitete. Müde und überglücklich viel ich um Mitternacht ins Bett.
23.08.2019 – Der nächste Morgen begann zunächst mit einem Schreck für mich. Plötzlich stand da ein Junge aus dem Bett unter mir auf. Schnell stellte sich heraus, dass er ebenfalls aus Deutschland kam und bereits einen Monat hier war und am Abend vorher in mein Zimmer einquartiert wurde. Ich freute mich über seine gesammelten Erfahrungen, die er bereitwillig mit mir teilte.
So gut der Morgen dank der vielen guten Ratschläge auch angefangen hatte, so wurde der Samstag doch ein echter Reinfall. Um 12 Uhr zog ich los in die Stadt, um mich um meinen Handyvertrag, meine Kreditkarte, mein Bankkonto sowie meine Steuernummer zu kümmern.
Den ersten Rückschlag erlitt ich bereits nach wenigen Minuten, als ich mit meiner in Deutschland teuer erworbenen Kreditkarte plötzlich doch Gebühren am Automaten zahlen musste (einige Automaten berechnen eine 3$ Gebühr). Der zweite folgte nur kurze Zeit später, als ich auch meine Sim-Karte ohne neuseeländisches Konto nicht aktivieren konnte. Gehetzt rannte ich zur etwa 50 Minuten entfernten Bank, um den Banktermin pünktlich wahrnehmen zu können und erzählte dort angekommen zunächst Tim und Tobias von meinem erfolglosen Tag.
Der Banktermin verlief dahingegen reibungslos und unkompliziert. Das Problem erkannten wir erst, als wir beim Verlassen der Bank bemerkten, dass uns nicht einmal mehr eine Stunde für den Rückweg zum Office blieb. Das war problematisch, da wir die Steuernummer noch beantragen mussten, um in Neuseeland als arbeitsfähig zu gelten.
Doch ich schien die rettende Idee zu haben. Wir luden uns alle die E-Scooter-App runter und wollten mit den Rollern schneller beim Office sein. Doch zum einen wurden uns die Roller vor der Nase weggeklaut, zum anderen war der erste Roller, den wir uns schnappten kaputt und so gurkten wir ohne Motor 14 Minuten durch Auckland, nur um den Roller wieder zu deaktivieren.
Total geschafft und schlecht gelaunt, u.a. auch weil wir seit dem Frühstück nichts gegessen hatten, setzten wir uns in ein chinesisches Restaurant und bestellten uns etwas zu essen. Als unser Essen dann allerdings serviert wurde, sah mein Teller nicht aus wie auf dem Bild, sondern glich mehr einer willkürlich zusammengematschten Soße, die man nicht so wirklich anrühren mochte…







