Der erste Schritt

25.08.2019 – Heute morgen muss alles ganz schnell gehen. Das sind die Gedanken mit denen ich aufwache. Gedacht, getan. Schnell springe ich aus dem Bett und fange leise an meinen Rucksack zu packen (das erste Mal ganz alleine 😎 ). Eine halbe Stunde, also noch genügend Zeit für ein kleines Müsli und eine Speed-Dusche, denke ich mir. Die Zimmerkarte abgegeben RENNE ich auch schon zur 1 km entfernten Busstation. Alleine im Bus sitzend denke ich wieder über meine Erlebnisse und meine Erfahrungen nach und spüre Dankbarkeit für alles, was ich bisher erlebt habe.

Aus dem Bus gestiegen beginnt auch schon der Weg zu meinem Ziel: Der C3 Church. Diese wurde mir in Deutschland empfohlen und ich wollte die Chance auf einen Besuch ergreifen, solange ich noch in der Nähe Aucklands war. Nach etwa zwanzig Minuten erreiche ich den Eingang und werde vom Begrüßungsteam direkt herzlich empfangen 🙂 Einer der Männer bringt mich mit meinem Rucksack in den Gottesdienstraum und zeige mir einen Ort für mein Gepäck. Danach ergeben sich auch schon erste kurze Gespräche. Besonders interessant ist ein junger Neuseeländer, der ebenfalls Taekwondo macht und dessen Trainer die neuseeländischen Olympia-Kämpfer trainiert.

Ins Gespräch komme ich auch mit Andy, einem deutschen Ingenieur, der hier seine Liebe gefunden hat und nun mit seiner Familie auf einem riesigen Grundstück im Westen Neuseelands lebt. Er erzählt mir, dass er als WWOOF-Host registriert ist und ich erzähle ihm, dass ich als registrierter WWOOFER auf der Suche nach einem passenden Host bin.

Der Startschuss ins Abenteuer „Neuseeland“, wie sich später herausstellt…

Der Gottesdienst verläuft ähnlich zu dem, was ich aus der OASIS in Deutschland gewohnt bin. Es gibt coolen Lobpreis, eine spannende Predigt sowie Informationen, in welchen Gebieten die C3 Hilfe leistet. Nach dem Gottesdienst lerne ich weitere freundliche Menschen kennen, die mich über meinen Glauben, die Gemeinde in Deutschland, meine Person und mein Jahr in Neuseeland ausfragen.

Dann treffe ich Andy wieder und wir machen aus, dass ich mit zu ihm fahre und erstmal auf seiner Farm bleibe und ihm helfe. Dafür bekomme ich Essen und ein eigenes Zimmer (und noch viel mehr als das, wie ich in den nächsten Tagen erfahren werde). Ich hole also meinen Rucksack und will mich zunächst auf den Fahrersitz setzen… Ach ja! Dieser Linksverkehr… 😉

Auf der Autofahrt lerne ich dann seine Kinder kennen. Claire ist die Jüngste mit sechs Jahren, Johnny ist der einzige Junge und ist acht Jahre alt und Tasha ist elf Jahre alt. Alle sind ganz aufgeregt, wer denn da plötzlich mit ihnen im Auto sitzt. Auf der Fahrt erzählt Andy mir mehr von der Farm, sich selbst und der Arbeit, die vor uns liegt. Ich merke schnell, dass es sich hier um eine super freundliche und süße Familie handelt, an die ich mich noch in zehn Jahren erinnern werde.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir dann am Haus, auf einem wirklich unüberschaubaren Grundstück an. Es sieht ziemlich heruntergekommen, aber dennoch richtig wohnlich aus. Und beim Betreten bestätigen sich die Vorahnungen, es ist ein ziemlich kaputtes Haus und dennoch extrem kuschelig. Ich bekomme mein Zimmer gezeigt und es ist wirklich richtig schön. Nachdem ich alles schnell irgendwo verstaut habe wird zunächst lecker zu Mittag gegessen. Anschließend fahren wir alle zum nahe gelegenen Strand und ich merke noch deutlicher, was für ein Segen diese Familie für mich ist. Nach einem köstlichen Abendessen und einem noch besseren Dessert falle ich schließlich überglücklich ins Bett.

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2 Comments

  1. Ein wirklich toller Beitrag😊ich konnte richtig in deine Erlebnisse eintauchen.❤️
    Danke Yanneck👍

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