13.09.2019 – Am Freitag heißt es dann erst einmal ausruhen. Nach einem leckeren Frühstück und einigen Streicheleinheiten für die zwei süßen, kleinen Hunde, setzte ich mich also ins Wohnzimmer und lese entspannt in meinem Buch weiter, während der wärmende Kamin leise hinter mir knistert. Am Nachmittag machen Josie und ich dann einen Spaziergang mit den Hunden über das etwa vier Hektar große Grundstück, das aus vier großen Weideflächen, auf denen fünf Stiere grasen, einem kleinen Waldstück und dem riesigen Haus besteht.
Ziemlich beeindruckt und erschöpft warte ich dann gemeinsam mit Josie auf Jenny und Robin, ein befreundetes Ehepaar, das übers Wochenende zu Besuch kommt. Gegen Abend erreichen uns die beiden dann und nach einem kurzen Gespräch über Deutschland und meine Reise durch Neuseeland entscheiden wir uns den Faulenzertag mit leckeren Burgern und frittiertem Blumenkohl – müsst Ihr ECHT mal probieren – ausklingen zu lassen.
14.09.2019 – Am Samstagmorgen führte uns unser Weg dann zum lokalen Wochenmarkt, auf dem regionales Gemüse, Obst und Muscheln sowie deutsches Brot und deutsche Bratwurst angeboten wurden… Typisch neuseeländisch halt 😀 Nachdem wir uns alles angeschaut hatten und sich der Rest der Gruppe ordentlich vollgegessen hatte, ging es entlang der Küste nach Norden zum Saint Paul’s Rock in Whangaroa. Diesen kleinen, doch sehr spektakulären Berg erklimm ich alleine und genoss die fantastische Aussicht von oben auf die Küste und die umliegende Landschaft, während sich die Anderen einen Kaffee und Kuchen gönnten 😊
Von Whangaroa ging es dann nach Mangonoui, einem weiteren Küstendorf, wo man fantastische Fish and Chips essen kann, was ich auch gleich zum aller ersten Mal tat. Und scheinbar in einem der besten Fish and Chips Shops auf der Nordinsel, wenn man Josies Worten glauben darf 😉
Nach einem erlebnisreichen Tag traf ich dann am Abend Tim und Max in Kerikeri und während wir im selben Burgerrestaurant wie am Vorabend, die köstlichen Burger genossen, erzählten mir die beiden von ihrem Kifferhostel, in dem scheinbar niemand arbeitet und alle nur Netflix gucken oder rumhängen – so kann man natürlich auch sein teures Auslandsjahr genießen…
15.09.2019 – Nach einem erholsamen Schlaf ging es gleich ereignisreich weiter. So fuhren wir sonntagfrüh mit Robin zum nahegelegenen Matauri Bay und genossen die frische Meeresluft und die atemberaubende Aussicht. Auf dem Weg nach Hause hielten wir an einem Plateau und genossen den Ausblick auf den gesamten Matauri Bay (das war wirklich faszinierend 😊). Am Nachmittag versuchten Josie, Jenny und Robin dann mir das Kulturkartenspiel „500“ beizubringen, weil sie meinten, dass es in ganz Neuseeland gespielt wird. Naja, schlussendlich erntete ich sogar eine Menge Lob für meine schnelle Auffassungsgabe und mein Spielverständnis 😀 trotzdem verlor ich immer wieder 😛
16.09.2019 – Nach der Abfahrt von Jenny und Robin wollte ich dann mal etwas alleine unternehmen. Also entschied ich mich, die Rainbow Falls zu besuchen und den Kerikeri River Track zu wandern. Josie brachte mich also zu den Rainbow Falls, die den Start der Wanderstrecke markierten. Der Wasserfall war wirklich beeindruckend und ich verbrachte bestimmt eine halbe Stunde nur um ihn aus allen möglichen Blickwinkeln zu betrachten 😀
Dann machte ich mich auf, den etwa eineinhalbstündigen Track zu wandern. Mir begegnete eine bezaubernde Natur, die voller Leben und verschiedenster Geräusche war. Immer wieder bot sich die Gelegenheit einige Fotos zu machen und in sich zu kehren, um einfach mal in die Natur zu horchen. Gegen Mittag erreichte ich dann den Kororipo Park am Ende des Tracks, wo ich mir den Stone Store und das älteste Gebäude Neuseelands – das Kemp House – anschaute.
17.09.2019 – Heute stand eine Tagestour zum Cape Reinga, dem nordwestlichsten Punkt Neuseelands, an. Dafür standen wir extra früh auf, setzten die Hunde ins Auto und fuhren los. Unser erster Zwischenstopp war in Taipa, wo wir und die Hunde uns etwas die Beine vertreten konnten. Dann ging es weiter Richtung Norden zum 90 Mile Beach, der eigentlich nur 55 Meilen lang ist. Dennoch war dieser endlos scheinende Strand echt beeindruckend.
Gegen Mittag kamen wir dann endlich am Cape Reinga an und voller Begeisterung lief ich einen kleinen Hügel hoch und fühlte mich total frei, ich sah das Meer direkt vor mir und die gebirgige Landschaft um mich herum. Ein paar tiefe Atemzüge und unzählige Fotos später stand ich dann gemeinsam mit Josie am Leuchtturm und sah, wie der Tasmansee und der Pazifische Ozean vor meinen Augen aufeinandertreffen.
Dann ging es zurück zum Auto und zu den zwanzig Kilometer entfernten Sanddünen, wo ich Sandboarding ausprobieren wollte. Ich mietete mir also ein Sandboard und machte mich zusammen mit Josie daran, die meterhohen Sanddünen zu erklimmen. Kein Spaß sage ich Euch 😀 Endlich oben angekommen, schoss ich auch schon den ersten Abhang hinunter. Unten angekommen wollte ich sofort nochmal – allerdings heißt „sofort“ hier etwa zwei Minuten bergauf laufen später. Wieder unten angekommen lernte ich Stefan und Claire kennen, sie waren mit Josie ins Gespräch gekommen und hatten mir bei meiner holprigen Abfahrt zugeschaut 😊
Stefan kam aus Bayern und Claire aus Frankreich. Gemeinsam hatten sie bereits Australien bereist und hatten auch schon große Teile von Neuseeland gesehen, obwohl sie insgesamt sechs Monate gearbeitet hatten, um sich im nächsten Jahr Südasien anzuschauen. Wir verstanden uns ziemlich gut und als Josie sich auf den Rückweg zum Auto machte, um nach den Hunden zu schauen, blieb ich mit den beiden zurück und wir düsten gemeinsam die Dünen hinunter bis wir irgendwann erschöpft die Boards zurückbrachten und uns verabschiedeten. Allerdings nicht ohne vorher noch Nummern auszutauschen.














































Tolle Bilder 🥰hast du eine neue Kamera oder eine Schulung gemacht? die Landschaft ist wirklich traumhaft, besonders gefallen mir die Bilder auf dem Bäume, Farne und Wasser zu sehen sind ❤️Warte gespannt auf deine nächsten Abenteuer 😁
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