Wohnen in Karekare – Woche 1

26.08.-01.09.2019 – Noch ehe mein Wecker klingelt werde ich bereits von Claire, die in mein Zimmer stürzt und auf mein Bett springt, aus dem Schlaf gerissen. Müde gucke ich sie fragend an und sie antwortet mir mit einem verschmitzten Lächeln 😀

Als ich mich dann endlich aus dem kuschelig-warmen Bett schäle und zum Frühstückstisch torkle lerne ich Katie, die Mutter der Familie kennen. Sie fragt mich ein bisschen über meine Ziele aus und nach dem Abwasch geht es dann auch an die Arbeit. Andy und ich beginnen die Wände, Fliesen und Teile der Decke aus der Küche zu entfernen (eher zertrümmern 😛 ). Nach vier Stunden effektiver Zerstörung habe ich bereits Feierabend… denke ich zumindest. Denn ich habe nicht mit den neugierigen Kindern gerechnet, die als sie gegen drei Uhr nach Hause kommen, alles über mich und meine Reise wissen wollen und gar nicht mehr aufhören mich zu belagern 😆 Am Abend fall ich überglücklich und geschafft ins Bett.

So oder so ähnlich laufen auch die nächsten Wochentage ab. Andy und ich arbeiten in der Küche, während die Kinder in der Schule sind und am Nachmittag bespaße ich die Kinder und lerne, was Familienleben in der Rolle der Eltern wirklich bedeutet Am Abend schaue ich noch einen Film, schreibe in meine Beiträge weiter, versuche meine Reise zu planen (was einfach nicht gelingen will), lese noch etwas in meiner christlichen Lektüre oder falle nur glücklich und erschöpft ins Bett.

Das Highlight der Woche erlebe ich dann am Freitag: Josie (eine Nachbarin), die Kinder und ich fahren gemeinsam ins Paradise zum Eislaufen. An der Eishalle angekommen stürzen sich die Kinder auch schon direkt aufs Eis. Johnny schafft es schon sich ohne Hilfe auf den Beinen zu halten, während Claire und Tasha eine Stützhilfe benutzen. In der ersten Runde bin ich es, der sich zuerst auf dem Hosenboden wiederfinden und so für einige Lacher unter den Kindern sorgt 😀 Daraufhin lecke ich dann allerdings Blut und werde von Runde zu Runde sicherer.

Nach einiger Einlaufzeit helfe ich dann auch Claire beim Laufen ohne Stützhilfe und auch Tasha nehme ich an die Hand und zeige ihr, wie man fährt (so gut ich es eben mit meinem fachlich korrekten Englisch erklären konnte 😉 ). Unzählige Ausrutscher und Lacher später finden wir uns alle hundemüde in Josie’s Auto wieder und während die Kinder bereits in das Land der Träume eintauchen unterhalte ich mich mit Josie.

Mitten im Gespräch schlägt Josie vor, ich könne doch mit ihr nach Kerikeri (einem weiter nördlich gelegenen Ort) fahren und dort im Haus einer Freundin für drei Wochen bleiben. Sie würde mir die Gegend zeigen und wenn ich mein eigenes Ding machen wolle, ginge das auch in Ordnung. Ich bin zunächst etwas irritiert über das großartige Angebot, doch als ich realisiere, was für eine geniale Gelegenheit sich mir hier bietet, sage ich sofort zu. Am Montag in einer Woche geht es los und die einzige Aufgabe, die wir dort haben, ist auf zwei süße Hunde aufzupassen… Besser geht’s nicht 🙂

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