Wiedersehen in Paihia

09.09.-12.09.2019 – Am Montagmorgen sollte es also losgehen. Mit vollgepackter Tasche saß ich im Wohnzimmer und frühstückte ein letztes Mal am Esstisch der Hamm Familie zusammen mit Claire und Johnny. Tasha war bereits in der Schule und es hatte nur für ein kurzes “Bye“ gereicht. Nachdem wir aufgegessen hatten umarmten wir uns und Andy brachte die Kinder zur Schule. Ich verabschiedete mich noch von Kathie und stieg zu Josie ins Auto. Ein letzter Blick zurück und ich wusste, dass ich das hier für längere Zeit, ja vielleicht sogar nie wiedersehen würde 😥 Auf der anderen Seite hieß das allerdings auch, dass ich mich nun ins Abenteuer stürzen konnte.

Während der Fahrt lernten Josie und ich uns besser kennen und ich merkte sehr schnell, dass obwohl sie 70 Jahre alt war, ihre Lebenseinstellung der einer Jugendlichen glich 😊 Sie erzählte mir viel über ihre Reise durch Europa und ich erzählte ihr viel über meine Ideen zur Reise durch Neuseeland. Nach etwa drei Stunden erreichten wir Whangarei und machten eine Mittagspause.

Einen leckeren Steakburger und eine heiße Schokolade später, machten wir uns wieder auf den Weg nach Kerikeri 😛 Unterwegs schrieb ich mit Max und erfuhr, dass er und Tim im 15 Minuten entfernten Paihia untergekommen waren und in den nächsten Tagen nach Kerikeri wandern wollten. So entschloss ich mich sich ihnen anzuschließen und gemeinsam mit ihnen die Wanderung zu bestreiten. Und zudem hatte ich sie nun seit rund 2 Wochen nicht gesehen 😀 So landete ich in Paihia und verabredete mit Josie, dass ich in drei Tagen nach Kerikeri nachkommen würde, um dann gemeinsam mit ihr im Haus ihrere Freundin zu bleiben.

Da Tim und Max einen Tagestrip nach Waitangi unternommen hatten, traf ich die beiden erst abends im Hostel und wir ließen den Abend in einer kleinen Runde mit einer Menge Spaß ausklingen. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich nach Kerikeri aufbrechen… Doch unser Plan zerschlug sich aufgrund eines nicht enden wollenden Regenschauers. Wir entschieden also uns noch eine Nacht zu verlängern und am Mittwoch nach Kerikeri aufzubrechen und den Tag im Bett zu bleiben und uns richtig auszuschlafen.

Eigentlich ein guter Gedanke… Als Tim uns dann aber am nächsten Morgen 10 Minuten vor dem Check-Out aufweckte, fingen wir zunächst an zu lachen und entschieden uns dann völlig verpennt noch eine Nacht länger in Paihia zu bleiben 😛 Allerdings mit dem Versprechen am Donnerstag aufzubrechen. Der Mittwoch wurde dennoch zu einem richtig gelungenen Tag. So trafen wir uns nicht nur mit zwei Mädchen aus der Anfangsgruppe, die ebenfalls in Kerikeri waren und hatten einen amüsanten Abend, sondern wir durften auch frisch gefangenen und selbst zubereiteten Fisch im Hostel probieren.

Nach einer ordentlichen Portion Schlaf, einem sehr obstigen Frühstück und hoch motiviert machten wir uns also auf den Weg nach Kerikeri. Unser erster Stopp war ein Supermarkt, an dem wir uns mit genügend Wasser und Bretzeln eindeckten. Draußen fragte uns ein Mann, ob wir mit ihm nach Kerikeri fahren wollten, da es zu Fuß doch etwas extrem sei. Wir lehnten dankend ab, waren wir uns doch sicher, die Strecke rechtzeitig bis zum Abend zu meistern.

Ich kann Euch so viel sagen: Wir haben es bestimmt zehn Mal bereut nicht mitgefahren zu sein 😀 Die Strecke war echt schön, das Wetter war perfekt zum Wandern und wir waren wirklich motiviert (Tim ganz besonders, denn er jagte uns mit seinem schnellen Tempo über den Wanderweg), doch der über 20 Kilo schwere Rucksack, das ständige Bergauf-Bergab und kein Ende in Sicht, machten uns sehr zu schaffen. Zu allem Überfluss wurde mir klar, dass ich mit einem vergleichsweise günstigen Rucksack an der falschen Stelle gespart hatte…

Nach über sechs Stunden Qual erreichten wir das Ende des Weges. Dort waren allerdings kein Kerikeri und auch kein Schild zu sehen. Wir waren nicht mehr auf der Wanderroute. Da wir aber nicht umdrehen wollten schlugen wir uns durchs dichte Gebüsch. Tim lief vorne weg und kümmerte sich um sämtliche Spinnenweben, die uns das Leben schwer machen wollten (danke Tim xD). Irgendwann kamen wir dann an einen kleinen Bach und mussten diesen höchst spektakulär überqueren 😀

Auf der anderen Seite fanden wir uns auf einem fremden Grundstück wieder – zum Glück waren wir nicht in Amerika 😀 Wir fragten zwei Männer, die draußen arbeiteten, wo es zur Straße geht und erfuhren von ihnen, dass wir durch meine Querfeldein-Route fast vier Kilometer abgekürzt hatten.

Glücklich und zufrieden bedankten wir uns und liefen zur nahe gelegenen Hauptstraße, wo Josie uns dann einsammelte und Max und Tim zum Hostel und mich zum Haus brachte. Dort angekommen stürzte ich mich auf das vorbereitete Abendessen und viel danach total erschöpft ins Bett.

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  1. Avatar von Panda Express
  2. Avatar von news4nadine

2 Comments

  1. Das ist wirklich extrem hügelig, alle Achtung 😅Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß und Abenteuer dort unten. Liebe Grüße auch von all den anderen ❤️

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